Technical News

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Die Technik-Highlights des Tages

Aus der täglichen Flut technischer Meldungen filtern wir die interessantesten für Sie heraus. Die Links leiten Sie direkt zu den Quellen. Mit rund 15 Nachrichten werktäglich konzentrieren sich VDI nachrichten auf das Wesentliche.

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Top-Thema

 

Erster atomarer Röntgenlaser

Am kalifornischen Forschungszentrum SLAC haben Forscher des Hamburger Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) den ersten Röntgenlaser auf Atom-Basis konstruiert. Im Vergleich zu einem Freie-Elektronen-Röntgenlaser erzeugt der atomare Röntgenlaser etwa 60-mal schärfer definierte Wellenlängen. Diese bleiben stabil, die Pulse sind kürzer und das Pulsprofil ist glatter. Die Neonatome ermöglichen ultrakurze Röntgenblitze in einer Farbreinheit, die einzigartig sind. Mit diesen Laserpulsen ist es möglich, den Ladungstransport bei der Fotosynthese mit atomarer Auflösung zu studieren, um ihn in technischen Systemen nachzuahmen. Mit dem atomaren Röntgenlaser können auch nicht-lineare Effekte studiert werden. Auch der Einsatz in der Fotonik ist denkbar, so Nina Rohringer, Wissenschaftlerin der Max Planck Advanced Study Group am CFEL.

Max-Planck-Gesellschaft

FORSCHUNG & TECHNIK

 

NASA zeigt Aufnahmen der Erde in ungewöhnlich hoher Auflösung

Die NASA hat eine Aufnahme des voll erleuchteten Erdballs veröffentlicht. Der Erdbeobachtungssatellit Suomi National Polar-orbiting Partnership (Suomi NPP) machte die Fotos am 4. Januar 2012 mit einer ungewöhnlich hohen Auflösung von 8.000 x 8.000 Pixeln, so dass viele Details zu sehen sind. Die NASA nennt Satellitenfotos, die den voll erleuchteten Erdball zeigen, "Blue Marble". Das erste Blue Marble-Foto entstand 1972 und wurde von der Besatzung der Apollo 17 aufgenommen. Die Aufgabe des Suomi NPP-Satelliten besteht darin, Daten für kurzfristige Wettervorhersagen zu sammeln. Wissenschaftler hoffen, anhand dieser Daten auch den Klimawandel langfristig besser verstehen zu können.

Netzwelt

 

Effiziente Wasserstoffherstellung mit Lichtenergie

Forschern der Ruhr-Universität Bochum ist ein wichtiger Schritt in der regenerativen Wasserstoffherstellung gelungen. Sie konstruierten ein biologisches System, das mit Lichtenergie effizient Wasserstoff herstellt und konnten so die Elektronenübertragung zwischen Proteinen optimieren. Dazu veränderten sie ein lichtaktiviertes Protein und ein wasserstoffproduzierendes Enzym, so dass die Elektronen effizient von Protein zu Protein wandern konnten. Die Forscher koppelten die zwei Proteine Photosystem I und Hydrogenase über ein kurzes organisches Molekül (Dithiol), den so genannten Linker. Die Aminosäure wurde im elektronenleitenden Bereich in beiden Proteinen mutiert, um eine Bindestelle für den Linker zu schaffen. Aus Hydrogenase, Photosystem I und Linker entstand spontan ein Komplex, der einen Transfer von 105 Elektronen pro Sekunde maß. Ohne Linker konnte kein messbarer Elektronenfluss gemessen werden.

Uni Bochum

 

Studie: Vorratsdatenspeicherung verändert die Aufklärung von Straftaten nicht

Eine grundlose Vorratsdatenspeicherung beeinflusst die Aufklärung von Straftaten nicht. Zu diesem Ergebnis kam eine vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegebene Studie. Forscher des Max Planck Instituts (MPI) für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg untersuchten den Einfluss der Datenspeicherung bei der Aufklärung von Straftaten insbesondere bei Enkeltrickbetrügereien sowie Computer- und Internetkriminalität. Ein Vergleich der Aufklärungsquoten aus den Jahren 2008 bis 2010 zeigte keine Unterschiede. Das Bundesverfassungsgericht hatte im März 2010 die sechsmonatige Speicherpflicht für Telefon- und Internetverbindungsdaten für verfassungswidrig erklärt. Seitdem diskutieren die Politiker, ob aufgrund dieser Entscheidung eine Schutzlücke entstanden ist. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) lässt Daten nur im "Quick-Freeze-Verfahren" speichern, also wenn ein konkreter Anlass besteht.

Netzwelt

Heise

Hamburger Abendblatt

UNTERNEHMEN

 

Acer: Windows 8 wird PC-Absatz stimulieren

Der taiwanische Computerhersteller Acer ist optimistisch, dass das neue Betriebssystem Windows 8 einen Schub im PC-Markt auslösen wird. "Das ist erstmals ein System, das sowohl die Touch-Bedienung als auch Tastatur und die klassische Peripherie unterstützt", unterstreicht Walter Deppeler, Chief Marketing Officer bei Acer, im Gespräch mit den VDI nachrichten. Das werde die Verkaufszahlen der Windows-Geräte nach oben treiben. "Windows 8 wird den PC-Markt neu stimulieren, es wird einen Schub für Ersatzkäufe geben, da die neuen Geräte multifunktionaler sind."

VDI nachrichten

 

Airbus-Chef Tom Enders leitet künftig Mutterkonzern EADS

Tom Enders, bislang Chef der EADS-Luftfahrttochter Airbus, rückt an die Spitze des Mutterkonzerns. Der 53-jährige Deutsche wird zum 1. Juni seine neue Aufgabe antreten. Er übernimmt den Posten von dem Franzosen Louis Gallois. Eigentlich sollte dessen Nachfolge bereits im Dezember geregelt werden. Neuer Airbus-Lenker wird der bisherige Vize Fabrice Brégier. An der Spitze des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS stehen weitere Wechsel an. So zieht der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank in den Verwaltungsrat ein. Die Leitung des Aufsichtsrates übernimmt der französische Medienunternehmer und EADS-Eigner Arnaud Lagardère.

Die Welt

 

Motorola meldet Verluste für das Schlussquartal

Motorola rutscht erneut in die roten Zahlen und meldet für das Schlussquartal 2011 Verluste in Höhe von 80 Millionen Dollar oder 27 US-Cent je Aktie. Noch im Vorjahr war der Gewinn 80 Millionen Dollar hoch. Der traditionsreiche Handyhersteller steht kurz vor der Übernahme durch den Internetkonzern Google, der trotz der Probleme bei Motorola 12,5 Milliarden Dollar für eine Übernahme zahlen will. Motorola verfügt über Tausende Patente, die Google gut gebrauchen kann. Die Wettbewerbshüter prüfen derzeit das Übernahmevorhaben. Motorola rechnet im Frühjahr mit dem Abschluss der Übernahme.

Focus

POLITIK & WIRTSCHAFT

 

Transparency fordert Zentralregister für korrupte Unternehmen

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International sieht in Deutschland erheblichen Nachholbedarf beim Informantenschutz in mittelständischen Unternehmen. Mitarbeiter, die auf Korruption hinweisen, seien in mittelständischen Unternehmen kaum geschützt, kritisiert Deutschlandchefin Edda Müller in den VDI nachrichten. "Handlungsbedarf zur Korruptionseindämmung sehen wir verstärkt beim Mittelstand", sagte Müller der Wochenzeitung. Um das Engagement der Unternehmen im Mittelstand stärker zu fördern, sollte die Bundesregierung korruptionsverdächtige Firmen in einem Zentralregister führen und "die Möglichkeit einer Auftragssperre für korruptionsverdächtige Unternehmen" nutzen. Zudem fordert Müller "die Verschärfung der einschlägigen strafrechtlichen Regelungen, inklusive der Zulässigkeit der Bestrafung eines gesamten Unternehmens".

VDI nachrichten

 

Top-Unternehmen bilden Allianz gegen komplexe Cyberattacken

Ein Expertenteam von 17 beteiligten Unternehmen hat auf Initiative des renommierten IT-Sicherheitsunternehmens RSA ein informatives Strategiepapier mit dem Titel "Getting Ahead of Advanced Threats" erstellt. In diesem Papier werden Sicherheitsstrategien empfohlen, um den komplexen Angriffe auf Unternehmensnetzwerke entgegenzuwirken. Firewalls und Antivirensysteme können den Angriffen oft nicht mehr standhalten. Nach den Informationen des Strategiepapiers müssen die Unternehmen zunächst die Muster der neuen Angriffsmethoden erkennen, damit sie entsprechend reagieren können. Unter den beteiligten Firmen befinden sich das Onlineauktionshaus Ebay, der Cloud-Anbieter EMC, der Mobilfunkriese Nokia, der Rüstungskonzern Northrop Grumman und der deutsche Softwareriese SAP.

VDI nachrichten

KLIMA & UMWELT

 

Japan bald ohne Atomstrom

Japan wird bald ohne Atomstrom auskommen müssen. Von den insgesamt 54 Atommeilern erzeugen derzeit nur noch drei Anlagen Strom. Der Betreiberkonzern Chugoku Electric Power fuhr jetzt den letzten seiner beiden Reaktoren im Atomkraftwerk Shimane in Matsue zur Wartung herunter. In Japan werden Atomrealtoren regelmäßig alle 13 Monate gewartet. Sie dürfen erst wieder ans Netz, wenn eine Zustimmung der lokalen Behörden vorliegt. Seit der Katastrophe in Fukushima wurden aus Sorge keine Zustimmungen mehr erteilt. Wenn die letzten drei noch laufenden Meiler bis Ende April für Wartungsarbeiten abgeschaltet werden, ist Japan atomstromfrei. Ersatzweise werden stillgelegte Thermalkraftwerke wieder angefahren und teure Ersatzbrennstoffe wie Rohöl importiert.

FTD

AM RANDE

 

Baden-Württemberg hat die meisten Ingenieure Deutschlands

In Baden-Württemberg arbeiteten Ende 2010 über 152.000 angestellte Ingenieure. Dies sind 20.000 mehr als noch zehn Jahre zuvor. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Ingenieure. Die meisten sind bei Konzernen bekannter Marken beschäftigt, die mehr zahlen als der Mittelstand. Allein Daimler beschäftigt etwa 1.000 Ingenieure in Deutschland, die zum größten Teil im Landkreis Böblingen arbeiten.

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