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Top-Thema
Facebook startet an Technologiebörse Nasdaq
Das soziale Netzwerk Facebook wird an diesem Freitag erstmals an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelt. Der Start ist für 17 Uhr deutscher Zeit vorgesehen. Das Internetunternehmen konnte seine Anteile zum angepeilten Höchstwert von 38 Dollar pro Aktie an Investoren verkaufen. Insgesamt wechselten Aktien im Wert von 16 Milliarden Dollar ihren Besitzer. Der Börsenwert des weltweit führenden Online-Netzwerkes liegt aktuell bei 104 Milliarden Dollar (rund 80 Milliarden Euro) - und ist damit mehr wert als die Deutsche Bank, BMW und Adidas zusammen. Experten trauen der Aktie bei ihrem Debüt einen Kurssprung von über 50 Prozent zu. Das Netzwerk zählt über 900 Millionen Mitglieder. Von den Einnahmen des größten Internetbörsengangs aller Zeiten an der Wall Street fließen Facebook selbst nur etwas mehr als die Hälfte zu. Der Rest geht an Geldgeber, die das Potenzial des Online-Treffpunkts früh erkannt haben. Der 28 Jahre alte Gründer Mark Zuckerberg bleibt auch nach dem Börsengang Mehrheitseigner des erst acht Jahre alten Unternehmens. 30 Millionen seiner eigenen Anteilsscheine verkaufte er, um fällige Steuern zu begleichen.
Stern, Hintergrund
ZDNet
WirtschaftsWoche
Süddeutsche Zeitung mit ?skurrilen? Informationen
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FORSCHUNG & TECHNIK
DLR-Roboterarm lässt sich über Gedanken steuern
Eine seit 15 Jahren infolge eines Schlaganfalls gelähmte Frau kann wieder alleine Kaffee trinken. Möglich wurde dies mithilfe eines vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten Roboterarms. Diesen steuerte die 58-Jährige über ein vier-mal-vier Millimeter großes Implantat in ihrem Hirn. Dabei entschlüsselte ein Softwareprogramm ihre neuronalen Signale und wandelte diese in Kommandos für Roboterarm und -hand um. Bereits 2005 hatten Wissenschaftler der amerikanischen Brown University der Frau das Implantat eingesetzt. Die US-Amerikanerin hat nicht nur ihre Sprache, sondern auch die Fähigkeit, ihren Körper zu bewegen, verloren. Lediglich die Bewegungen des Kopfes und der Augen kann sie noch bewusst steuern.
DLR
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Neue akustische Prüfstände: Textilien für den Lärmschutz optimieren
Neue Prüfmethoden, mit denen sich untersuchen lässt, inwieweit ein textiles Material schalldämpfend wirkt und welche Geräusche andererseits durchströmender Wind verursacht, haben Wissenschaftler der Hohenstein Institute in Bönnigheim gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen entwickelt. Mit einem Akustikmessgerät können bereits kleine Stoffproben von zehn-mal-zehn Zentimetern untersucht werden. Im Frequenzspektrum von 200 bis20.000 Hertz wird gemessen, in welchem Umfang (Dezibel) der Stoff das vom Lautsprecher ausgesendete Signal abschwächt. Bei dem aero-akustischen Test werden die Frequenzspektren der oftmals störenden Nebengeräusche luftdurchströmter Textilien ermittelt. Auf dem Prüfstand der Hohenstein Institute können Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde simuliert werden. Schalldämmende textile Materialien werden vor allem in der Innenarchitektur und der Automobilindustrie eingesetzt und können auf Basis der Hohensteiner Daten optimiert werden. Laut Studien setzt Lärm die Konzentrationsfähigkeit um rund 20 bis30 Prozent herab, senkt die Arbeitsleistung, erhöht das Unfallrisiko und vermindert das Komfortempfinden. Bereits Geräusche ab 40 Dezibel, die ungefähr leiser Radiomusik entsprechen, können diese negativen Auswirkungen mit sich bringen.
Hohenstein
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Verletzungsrisiken bei der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter simulieren
Ein Gerät, das Verformbarkeit, Trägheit und Bewegung des menschlichen Körpers realitätsnah simuliert (biofideles Messsystem), hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) entwickelt. Hersteller und Betreiber von Robotern können mit dem Gerät Kollisionskräfte und -drücke messen und so Verletzungsrisiken bewerten und vermeiden. Bislang ist es für Unternehmen aufwändig, Arbeitsplätze mit kollaborierenden Robotern sicher zu gestalten.
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
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Leuchtdioden auf Siliziumträgern hergestellt
Forschern der Siemens-Tochter Osram ist es erstmalig gelungen, Gallium-Nitrid-LED-Chips auf Siliziumträgern statt auf Saphirsubstraten herzustellen. Durch das neue Verfahren lassen sich die Produktionskosten deutlich senken. Aktuell können Hochleistungs- LED-Chips auf einer sechs Zoll großen (150 Millimeter) Scheibe gefertigt werden. Daraus könnten 17.000 LED-Chips mit einer Chipgröße von einem Quadratmillimeter hergestellt werden. Die Entwickler arbeiten bereits daran, den Herstellungsprozess für acht Zoll große Scheiben umzusetzen, um so die Anzahl der Chips pro Substrat und damit die Effizienz weiter zu erhöhen. Auf den Markt kommen werden erste LED-Produkte mit Chips auf Silizium-Basis in etwa zwei Jahren.
Informationsdienst Wissenschaft
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WIRTSCHAFT & POLITIK
Commerzbank: Offshore lässt sich kaum finanzieren
Die Commerzbank hält die langfristige Finanzierung von Offshore-Windparks aufgrund der nur sehr kurzfristigen Refinanzierungsmöglichkeiten, verschärften Kreditanforderungen und unsicheren Rahmenbedingungen der Energiewende kaum noch für möglich. "Mir ist schleierhaft, wie beispielsweise Energieunternehmungen bei ihren lang zu planenden Großprojekten - etwa im Bereich der Offshore-Windparks - mit kurzfristigen Finanzplanungen zurechtkommen sollen", kritisiert Commerzbank-Vorstand Markus Beumer in den VDI nachrichten. Die anstehenden Regulierungen der Finanzmärkte und erhöhten Eigenkapitalanforderungen werden laut Beumer dazu führen, dass gerade langfristige Finanzierungen im Rahmen der Energiewende noch schwerer werden. "Das wirklich große Problem liegt darin, dass es - nach den in Aussicht gestellten Regulierungen, so sie denn so kommen sollten - in Deutschland kaum noch möglich sein wird, langlaufende Kredite zu vergeben. Hier haben sich die angelsächsischen Länder durchgesetzt."
VDI nachrichten
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Arbeitsmarkt: Bis 2030 zahlenmäßig kein Mangel an Akademikern
In den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) gibt es in den nächsten 20 Jahren rein rechnerisch keinen Mangel an Arbeitskräften. Zu diesem Ergebnis kommen das in Bonn ansässige Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg in ihrer Modellrechnung "Engpässe auf dem Arbeitsmarkt". Weil immer mehr junge Menschen studieren und die Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren steige, werde es künftig ein "leichtes konstantes Überangebot an akademisch Ausgebildeten geben", so die Wissenschaftler. Mit einem Mangel rechnen die Fachleute bei Fachkräften mit mittleren Bildungsabschlüssen.
VDI nachrichten
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Solarbranche: USA verhängen Strafzölle auf chinesische Importe
In einer vorläufigen Entscheidung hat das US-Handelsministerium Importe chinesischer Solarhersteller wegen Preisdumpings mit hohen Strafzöllen belegt. Im Extremfall verlangt die Behörde 250 Prozent Aufschlag. Mit der Maßnahme will die Regierung in Washington heimische Unternehmen vor Billigkonkurrenten schützen. Die Zölle gelten ab sofort und für Zellen, die vor bis zu drei Monaten hergestellt wurden. Die endgültige Entscheidung, ob es bei Strafzöllen bleibt, wird Anfang Oktober getroffen. Laut Handelsministerium exportierte China im vergangenen Jahr Solarzellen im Volumen von 3,1 Milliarden Dollar und damit doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Die chinesischen Solaranbieter haben einen Weltmarktanteil von über 60 Prozent.
Spiegel
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COMPUTER & INTERNET
Xing-Gründer: Facebook wird weiter wachsen
Xing-Gründer Lars Hinrichs rechnet auch nach dem bevorstehenden Facebook-Börsengang damit, dass das soziale Netzwerk rasant weiterwachsen wird. Facebook habe entscheidende Vorteile gegenüber Google, sagte Hinrichs den VDI nachrichten. "Google weiß viel über seine Nutzer, aber längst nicht in der Auflösung wie Facebook", so Hinrichs. Facebook wisse von 900 Millionen Menschen, was sie wann, wo und mit wem machen. Das sei eine völlig neue Dimension. "Wir werden eine ähnliche Entwicklung wie bei Google erleben. Facebook wird bald ein Produkt nach dem nächsten ausrollen - und zwar weit mehr als nur Werbung." Auch bei der Zahl der Mitglieder sieht Hinrichs noch kein Ende. "Von sieben Milliarden Menschen, die aktuell auf der Erde leben, sind erst 2,2 Milliarden online. Fast jeder Zweite davon ist bei Facebook registriert", hebt Hinrichs hervor. Es sei allein eine Frage der Zeit, bis sich die Zahl der Internetnutzer verdoppelt. Dabei seien künftige Internetnutzer viel offener für ein Netzwerk wie Facebook. "Für die erste Nutzergeneration war Internet vor allem der Austausch von E-Mails, für die zweite prägte der rasante Wissenstransfer dank Google das Netz. Und für Generation III geht es vor allem um den soziale Austausch via Facebook", sagt der Xing-Gründer.
VDI nachrichten
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UNTERNEHMEN
HP will bis zu 30.000 Mitarbeiter entlassen
Bis zu 30.000 Stellen will der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) streichen. Damit ist fast jeder zehnte Mitarbeiter von einer Entlassung bedroht. HP-Chefin Meg Whitman will den Job-Abbau laut All Things Digital am kommenden Mittwoch bei der Vorstellung der Quartalszahlen zusammen mit weiteren Restrukturierungsmaßnahmen verkünden.
All Things Digital
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IG Metall will um Opel-Standorte kämpfen
Die IG Metall will um den Erhalt der Opel-Standorte in Deutschland kämpfen und kündigte "harte Auseinandersetzungen" mit dem Vorstand des Autobauers an. Die Gewerkschaft akzeptiert Opels Entscheidung nicht, die Produktion des wichtigen Modells Astra von Rüsselsheim komplett nach Polen und Großbritannien zu verlagern. Laut Armin Schild, Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter, habe die Arbeitnehmervertretung in der großen Krise Verträge mit dem Unternehmen geschlossen, die sicherstellen sollten, "dass solche Entscheidungen nicht an uns vorbei getroffen werden können". Von der Schließung bedroht sieht Schild, der auch im Opel-Aufsichtsrat sitzt, keines der vier deutschen Opel-Werke, auch das in Bochum nicht. Die IG Metall sei davon überzeugt, dass jeder Opel-Standort in Deutschland gehalten werden kann, so Schild.
Handelsblatt
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